1948
Hermann Riezler erbaute mit seiner Frau Pia kurz nach dem Krieg den ersten Schilift in Mittelberg. Zu dessen Eröffnung zum ersten Mal ein Hubschrauber im Kleinwalsertal landete. Er hatte den damaligen Bundeskanzler an Bord. Auch sonst war viel Prominenz und solche, die es später noch wurden, wie unser Luggi Leitner, der als Kind die Ehre hatte als erster den neu erbauten Lift zu testen. Vermutlich wollte unser "Ene" (Opa) Hermann den Lift erst mit einem Leichtgewicht testen , es ging alles gut, denn Luggi wedelt heute noch, den Ihm zu Ehren getauften Hang, hinab.. Es ist zwar kein Hahnenkamm, aber heute wie damals einer der anspruchvollsten Pisten in unserem Tal.

    
Der junge Luggi Leitner mit einem seiner Schulfreunde!

1964
Da war es zum ersten mal so weit, daß der Lift renoviert werden musste. Denn jedesmal, wenn wir heute erzählen, daß früher der Lift mit Holzstützen betrieben wurde, ernten wir nur ungläubiges Kopfschütteln. Doch auch Hermann und Pia dachten sich, daß jetzt die Zeit gekommen war auf Stahlstützen umzusteigen. Mit Flaschenzügen und einem extra dafür angefertigtem Stahl "Hörnerschlitten" wurden die neuen Stützen den Berg hinauf gezogen. Meine Oma Pia bewirtete den Kiosk an der Bergstation - es gab sogar schon Eis am Stiehl, das täglich mit frischem Trockeneis gekühlt wurde     


Hier sehen sie was für eine aufwendige Konstruktion diese Holzstützen waren (also ich wäre mitgefahren)

 
Die ersten Stahlstützen von 1964

1972
So nun war die Elektronik und der Rest der Technik dran. Vieles musste erneuert werden oder wurde erst jetzt eingebaut wie zum Beispiel der Notantrieb und es kamen auch neue Sessel. Mein Opa Hermann erzählte mir als Kind auch öfter, daß er damals einen großen Fehler gemacht hatte. Er entschied sich verschieden farbige Sessel zu kaufen, ein fataler Fehler, den entweder wollten alle mit den grünen Sesseln fahren oder auch nicht! Hermann zog die Konsequenz daraus und alle Sessel bekamen die gleiche Farbe.

  
Der damals frisch renovierte Lift

1989
Alexander Riezler übernahm  von seinem Vater den Zafernalift. Auch er musste viel Erneuerungen machen. So wurde die Bergstation erneuert und es wurden die neusten Sicherheitseinrichtungen installiert.

1994
So es war wieder soweit neue Sessel mussten her (diesmal einfarbig). Der Zafernalift wurde als erster Einsitzer Sessellift mit Überkopfbügel ausgerüstet.

1996
Auch die Pistenpräparierung wurde immer aufwendiger und so bekamen wir 1996 die erste Pistenraupe mit Überkopfseilwinde nun konnte man auch die Luggi-Leitner-Piste präparieren.

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Unsere Pistenraupen LH 200 (1970) ,LH 480 (1989), LH 500 W (1996)

2001
Nun war es soweit, ich der Enkel des Gründers  wurde von meinem Vater gefragt: "Wie sieht es aus sollen wir neu bauen?" Da ich Koch gelernt hatte war ich begeistert den ein Neubau hatte die Folge das auch ein Restaurant an der Bergstation entstehen sollte. Kaum beschlossen fingen auch die Bauarbeiten zur neuen Bahn gleich an. Der neue Lift bekam seine Fundamente und gleichzeitig wurde der schon etwas in die Jahre gekommene "alte" Lift demontiert und nach Russland verkauft wo er Heute in der Nähe von Minsk seinen Dienst tut. Es war seit über 50 Jahren  das erste Mal das für 2 Monate der Zaferna nur zu Fuß zu ereichen war. Umso großer war die Freude als der Neue Lift Anfang Dezember zum ersten mal in Betrieb ging; geschafft von der Arbeit konnten wir uns den ersten Winter etwas ausruhen. Denn im Frühling sollte es gleich mit dem Bau der Sonna-Alp losgehen.


Die Stützen werden gesetzt, gleichzeitig die alten Stützen talwärts geflogen


Die Talstation nimmt langsam Form an und das Seil wurde aufgezogen


Er läuft!! Noch mit Zelt statt Hütte aber das wird sich bald ändern.

2002
Es war soweit der Schnee ging zurück und wir begannen mit dem Bau der Sonna-Alp. Als wir mit dem von Hand betonierten Keller fertig waren, machten wir uns gemeinsam mit Roman Geiger und seinen Mannen ans Werk. So  wurde das ein Jahr zuvor geschlagene Holz von Ihm gekonnt bearbeitet und per Hubschrauber auf den Berg gebracht. Alle Baumaterialien mussten mühsam mit dem Lift oder über den Wanderweg bergwärts gebracht werden. Toi Toi Toi alles ging gut, und wir konnten mit "Ach und Krach" am 22.12.2002 unser Restaurant eröffnen. Ohne die Mithilfe all unserer Mitarbeiter, Verwandten und Nachbarn wäre dies wohl nicht zu schaffen gewesen. DANKE!!!       

Der Fertige Keller


Roman und seine Leute waren fleißig es können bereits die Schindeln drauf  (Alaska Rotzeder)


Auch Innen machen wir Fortschritte


Fast fertig wurde auch Zeit der Schnee kommt und mit ihm die Gäste.
Das soll es aber noch lange nicht gewesen sein jetzt geht die Arbeit erst richtig los

2007
Wir haben die ersten fünf Jahre fast geschafft viel hat sich seit dem verändert es wurden z.B auf der Terrasse Steine verlegt Windschutz und Zaun aufgestellt, unsere Pistenraupe bekam endlich eine Garage, alle Wanderwege wurden oder werden zur Zeit hergerichtet und saniert, es wurden viele Feste gefeiert und viele nette Bekanntschaften geschlossen und auch das Fernsehen war schon ein paar mal bei uns ( ZDF Sonntagskonzert, BR Bayern Tour Caroline Reiber,ZDF Zauberwelt der Berge Bettina Ballschuh, Sat1 SAM,...)

Fortsetzung folgt.....